Blauer TischFassadeGitarren
Link verschicken   Druckansicht öffnen
 

Brücken der Verständigung bauen

08. 12. 2021

Gescher. Der Pädagoge Burak Yilmaz war im letzten Jahr schon mal an der Gesamtschule mit seiner Duisburger Theatergruppe „Die Blickwandler“. Angesichts der hohen Inzidenzwerte kam er nun alleine und bot einen besonderen Workshop für die Klassen der Jahrgänge 8 und 9 an. Die Schülerinnen und Schüler bildeten in ihrem Klassenraum einen Stuhlkreis und setzten sich intensiv mit dem Thema Antisemitismus im Alltag auseinander. 

Der Antisemitismusbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen übernahm die Kosten.

Der Workshop mit dem Titel „Ich habe nichts gegen Juden, aber…“ vermittelt, was Antisemitismus ist und wieso der Einsatz gegen Antisemitismus insbesondere heute notwendig ist. Er setzt an den Denkmustern und Einstellungen der Teilnehmenden an, so Yilmaz: „Lebensnah soll dabei reflektiert werden, warum Judenhass unsere Gesellschaft spaltet und was jede Einzelne tun kann, um Antisemitismus im Alltag entschieden entgegenzutreten.“

Im Jahr 2021 blicken wir in Deutschland auf 1.700 Jahre Judentum in unserem Land zurück. Im Jubiläumsjahr blicken wir nicht nur auf eine gemeinsame Geschichte zurück, sondern insbesondere auf heutiges jüdisches Leben. Das zivilgesellschaftliche Engagement deutscher Jüdinnen und Juden ist in vielen Bereichen unserer Gesellschaft sichtbar. Während sich jüdisches Leben in Deutschland vielfältig gestaltet und ein Teil unserer Gesellschaft ist, nehmen seit Jahren auch die antisemitischen Angriffe zu. Jüdisches Leben in Deutschland wird auch im Jubiläumsjahr weiterhin bedroht.

Der Workshop möchte hier einen Raum schaffen, in dem auf Augenhöhe über Antisemitismus debattiert wird. Er regt zu einem Perspektivwechsel an und setzt genau dort an, wo Judenhass beginnt: bei Gerüchten, Vorurteilen und der eigenen Sozialisation.

Die Schülerinnen und Schüler nahmen viel aus dem Workshop mit. 

 

Bild zur Meldung: Brücken der Verständigung bauen