Das SELG

Was ist das SELG?

Die Abkürzung SELG bedeutet Schüler-Eltern-Lehrer-Gespräch. Es ist ein Austausch unter allen Beteiligten (Schüler/in, Eltern, Klassenlehrer/in) über die Situation des Kindes in der Schule und in seiner Klasse, über sein Lernen und über sein soziales Verhalten. Die folgende Darstellung gibt einen Eindruck, um was es alles gehen kann: Wichtige Grundlagen des Gesprächs sind Selbsteinschätzungsbögen, die jede Schülerin / jeder Schüler ausgefüllt hat (Muster im Logbuch), Beobachtungen der Eltern sowie schriftliche Rückmeldungen aller Fachlehrerinnen und -lehrer. Die Anliegen des Gesprächs sind, Stärken und Erfolge wertzuschätzen, aber auch, Entwicklungsmöglichkeiten zu benennen und Wege dorthin aufzuzeigen. Am Ende setzen die Schülerinnen und Schüler sich individuelle Ziele für die kommenden Wochen und Monate. Dazu werden konkrete Schritte der Umsetzung formuliert und Maßnahmen zur Unterstützung verabredet. Nach dem vereinbarten Zeitraum werden die Ziele in einem Gespräch zwischen Schüler/in und Klassenlehrer/in überprüft. Die Ergebnisse der Zielvereinbarung und der Zielüberprüfung werden im Logbuch (S.22f.) notiert; so erhalten auch die Eltern eine Rückmeldung.

... und was ist das SELG nicht?

Das SELG ist kein herkömmlicher Elternsprechtag, an dem vor allem die Lehrerinnen und Lehrer viel reden (müssen), und kein Gespräch über das Kind statt mit ihm. Es nimmt nicht nur Schwächen des Kindes in den Blick und dient auch nicht vorrangig der Verkündung von Noten. Es ist keine allgemeine Beschwerderunde und soll nicht entmutigen, sondern den Blick nach vorn richten und gemeinsame Wege aufzeigen.