Westmünsterland - Jahrbuch des Kreises Borken

Beiträge aus Gescher: Gedenk- und Erinnerungskultur

Kreis Borken/Gescher. „Westmünsterland“ – so heißt das Jahrbuch des Kreises Borken. In mehr 70 Beiträgen wird aus allen Städten und Gemeinden des Kreises und den benachbarten Niederlanden berichtet.

Die Artikel sind verständlich und interessant geschrieben und fast immer mit schönen Fotos illustriert. In der aktuellen Ausgabe, dem Jahrbuch 2020, findet sich zur Glockenstadt vier Artikel. Und gleich zu zwei von diesen Beiträgen besteht ein enger Bezug zur Gesamtschule Gescher.

In der Rubrik „Aus der Geschichte der Region“ fasst der Geschichtslehrer Hendrik Lange seine 42-seitige Handreichung zu „Christen im Nationalsozialismus. Das Beispiel Gescher“ zusammen.

 

Und der ehemalige Bürgermeister von Gescher, Hubert Effkemann, beschreibt die „Gedenk- und Erinnerungskultur zu jüdischem Leben in Gescher“. Der „Arbeitskreis-Riga der Stadt Gescher“, der sich 2014 bildete, kann seit 2015 auf engagierte Vertreterinnen und Vertreter des Lehrerkollegiums zählen. Sowohl bei der feierlichen Übergabe des neuen Eingangstores am jüdischen Friedhof (2017), als auch an den Verlegungen der Stolpersteine durch den Künstler Gunter  Demnig (2017 und 2018) nahmen Lehrerinnen und Lehrer und Schülergruppen teil. Bei diesen Veranstaltungen lasen die Schülerinnen Texte vor oder sangen die Schüler Lieder. Im 8. Jahrgang beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler im

Religionsunterricht explizit auch mit der jüdischen Geschichte ihres

Heimatortes und unternehmen jedes Jahr einen Stadtrundgang.

 

Das „Jahrbuch des Kreises Borken", das in einer Auflage von 4.000 Exemplaren erschienen ist, ist zum Preis von 7,50 Euro im Buchhandel sowie im kult in Vreden und an der Information des Borkener Kreishauses erhältlich.

Die ISBN-Nummer lautet 978-3-937 432-58-8.