Gesamtschülerinnen und -schüler unterstützen Nachhaltigkeit im Forst

4500 Bäume gepflanzt

Der Sturm Friederike hat am 18. Januar diesen Jahres

deutliche Spuren in den Wäldern der Kreise Steinfurt, Coesfeld und Borken hinterlassen. Tausende Festmeter sind bei Geschwindigkeiten von bis zu 130km/h gefallen. Besonders häufig war in diesem Zusammenhang die flachwurzelnde Fichte betroffen. Die Forste standen vor umfangreichen Aufarbeitungen, die aufgrund der anfallenden Holzmengen in einigen Gebieten bis heute noch nicht

aufgearbeitet wurden.

Dies bildete in Kombination mit dem ungewöhnlich langen,

warmen und trockenem Sommer 2018 ideale Voraussetzungen für Vermehrung des Borkenkäfers nicht nur im Münsterland.

Nun gilt es die Ausbreitung des Käfers zu verhindern und

gleichzeitig eine nachhaltige Gestaltung des Waldes im Blick zu halten.

„Wir müssen in anderen Ländern nach Baumarten schauen, die

erfolgreich mit Trockenheit und höheren Temperaturen umgehen können, um unsere Wälder zukunftsfähig und nachhaltig zu gestalten “, so Jochen Bömer der fürstlichen Verwaltung Salm-Horstmar. Er erklärte den Schülerinnen und Schülern der zehnten Jahrgangsstufe der Gesamtschule Gescher die Vorzüge von Roteiche, Esskastanie,

Rotbuche und Weißtanne im Sirksfelder Forst.

68 Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Gescher versammeln sich am Samstagmorgen im Wald auf einer Windwurffläche, die aufgrund des Sturms Friederike geräumt worden war. Sie erhalten nicht nur Informationen über den Zustand des Waldes, sondern lernen auch die Baumarten und deren Vorzüge kennen. An diesem Morgen steht aber nicht die Theorie im Vordergrund. Tatkräftig wird zugepackt und an der nachhaltigen Gestaltung des Waldes gearbeitet. Insgesamt werden an diesem Morgen gemeinsam mit dem Förster Jochen Bömer und den Lehrern Philipp Ottmann und Andrea Bömer 4500 Pflanzen auf der 1ha großen Fläche schachbrettartig gepflanzt.

„Es ist schön zu sehen mit wie viel Elan und Teamgeist die Schüler sich in Ihrer Freizeit engagieren und einen Beitrag für die Zukunft

leisten“, so Förster Jochen Bömer. Zukünftig können die Schülerinnen und Schüler das Wachsen `ihres` Waldes zum Beispiel im Rahmen einer Fahrradtour verfolgen und sich daran erfreuen. Zusätzlich wird dieser Einsatz durch einen Obulus für die Feierlichkeiten des zehnten Jahrgangs anlässlich ihres ersten Abschlusses im Juni 2019 belohnt.