Speeddating in die Berufswelt

Gesamtschüler durchlaufen Berufsparcours

Gescher. Am letzten Schultag vor den Osterferien legten sich die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule noch einmal richtig ins Zeug. Sie füllten im Ganztagsgebäude Überweisungsträger aus, hantierten mit einem Laubsauger oder feilten um die Wette. Im Rahmen des Aktionstages „Berufsparcours“ schnupperten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 und 8 in die unterschiedlichsten Ausbildungsberufe und Berufsfelder hinein.

Die Auswahl war auch für die 156 teilnehmenden Schüler der

Gesamtschule groß. Sie reichte von Pflegeberufen oder Heilerziehung, wie sie das St. Pankratius Altenwohnheim und Haus Hall vorstellten, über Industriemechaniker (Huesker Synthetic), Elektroniker (Neudecker & Jolitz, Elektro Wünsch), Naturwerksteinmechaniker (Schwanekamp), Mechatroniker

(Ruthmann), Verwaltungsfachangestellte oder Straßenwärter (Stadt Gescher), Gärtner (Baumschule Tüber), Klimatechniker (Schultewolter), Tischler (Twents) bis Kreislauf- und Abfallwirtschaft (Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland) und Bankkaufleute (Volksbank). Die Agentur für Arbeit war auch mit einem Stand, denn die Agentur vermittelt nicht nur Arbeitsplätze, sondern bietet

Ausbildungsplätze im Haus an.

Zum insgesamt dreizehnten Mal sei sie nun in Gescher mit „ihrem“

Berufsparcours, den sie einst selbst erfunden und für den sie deshalb das Bundesverdienstkreuz erhalten habe, sagt Karin Ressel vom Technikzentrum Minden-Lübbecke. Zum zweiten Mal macht die Gesamtschule bei diesem Angebot mit und schickte die Schüler der Jahrgangsstufe 7 und 8 an die 22 Stationen, die Unternehmen

aus der Glockenstadt aufgebaut hatten.

Damit schafften diese eine Win-win-Situation, weiß Karin Ressel, die den Berufsparcours jährlich 220 Mal in zwölf Bundesländern durchführt und so 50 000 Jugendliche mit 3800 Unternehmen deutschlandweit in Kontakt bringt. „Die Arbeitgeber beobachten die Schüler schon, während die an den einzelnen Stationen die kleinen Aufgaben bewältigen, die das jeweilige Unternehmen vorbereitet hat. So erhalten sie einen ersten Eindruck, sprechen Schüler nicht selten direkt an, um sie zu einem Praktikumstag ins Unternehmen einzuladen. Auf die Weise kann mancher Schüler zu seinem Traumberuf finden“, weiß Ressel. Und Lehrerin Lisa Robben als Mitorganisatorin dankte den Gescheraner Firmen für ihr Mittun und der Volksbank Gescher für ihre große finanzielle Unterstützung. Frau Robben warf schon einen Blick in die Zukunft: „Wir werden auch im nächsten Schuljahr wieder diesen Berufsparcours organisieren.“