Sucht hat viele Gesichter

Präventionstage für die Klasse 8

Gescher. Sucht hat viele Gesichter. Dies erfuhren die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8, die nun sich an zwei Projekttagen intensiv mit den verschiedenen Süchten auseinandersetzten.

Lehrer und Suchtpräventionsbeauftragter Hendrik Lange konnte mehrere Experten für die Suchtpräventionstage gewinnen. So vermittelte Regina Kasteleiner von der Fachstelle für Suchtvor-beugung beim Kreis Borken in ihrem Workshop Informationen zum Thema „Rauchen und Shisha“. Den Fragen der Schüler stellte sich der Polizist Jürgen Kolks, Leiter Kommissariat Prävention und Opferschutz der Kreispolizei Borken. Ein Schüler fand: „Er nahm sich Zeit für alle unsere Fragen.“

Besonders beliebt war der „Rauschparcours“, den Mitarbeiter der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) in einem Klassenraum aufgebaut haben. Den Schülern gingen im wahrsten Sinne des Wortes die Augen auf, als sie die Rauschbrillen, die verdeutlichen, wie sich die Wahrnehmung unter Alkoholeinfluss verändert, aufsetzten.

Zum Thema Essstörungen hatten die Mitglieder des Förder- und Beratungsteams der Gesamtschule für die Mädchen und die Jungen unterschiedliche Workshops vorbereitet.

Emotionaler Höhepunkt waren die beiden Lesungen mit dem Ex-Drogenabhängigen Hermann Wenning, der aus seinem Leben berichtete und dabei auch aus seinen Büchern „Lauf zurück ins Leben“ und „Versoffene Jugend“ las. Der ehemalige Legdener

sagte: „Ich komme immer wieder gerne nach Gescher. Die Schüler hören sehr interessiert zu.“

Lehrer Hendrik Lange zog eine positive Bilanz: „Die Schüler haben sich in den verschiedenen Workshops sehr intensiv und auf unterschiedlichen Arten mit dem Thema Sucht auseinandergesetzt.“ Lange wirft auch schon einen Blick in die Zukunft: „Wir werden natürlich wieder im nächsten Schuljahr diese Aktionstage

veranstalten.“ Er betonte zudem, dass alle Lehrerinnen und Lehrer,

Sonderpädagogen und Schulsozialarbeiterinnen immer aktiv sind. Vorbeugung findet nicht nur an Präventionsaktionstagen, sondern auch im Schulalltag statt. Vorbeugung findet nicht nur an Präventionsaktionstagen, sondern auch im Schulalltag statt. Lange

abschließend: „Die Institution Schule kann nicht alle Sucht-Probleme lösen, sie leistet aber einen wichtigen Beitrag für die gesamte Gesellschaft.“