Schüler erleben virtuelle Flucht

Missio-Truck macht Station am Schulzentrum

Gescher. Für die Zehntklässler der Realschule und die Neuntklässler der Gesamtschule stand eine besondere Unterrichtsstunde auf dem

Stundenplan. Die katholische Hilfsorganisation Missio schickt mit dem

Missio-Truck eine multimediale Ausstellung auf die Reise. Und nun machte der Truck mit dem Thema „Menschen auf der Flucht“ am Borkener Damm Station.

Im Religionsunterricht haben sich die Gesamtschüler auf den

Besuch vorbereitet und werden die Erfahrungen noch vertiefen. Religionslehrer Hendrik Lange bedankte sich beim Caritasverband und der Flüchtlingsinitiative, die die begehrte Ausstellung für die Glockenstadt in Kooperation mit der Gesamtschule gebucht haben. Lange dankt auch ausdrücklich den guten Geistern im Hintergrund: „Die Aktion wäre undurchführbar gewesen, wenn nicht zwei städtische Mitarbeiter die Überführung des LKWs zum nächsten Einsatzort übernommen hätten.“

Der komplette Lastkraftwagen beherbergt in seinem Inneren sechs

Räume, durch die die Besucher alleine oder in Zweiergruppen gehen. Das Besondere an dieser Ausstellung ist, dass jeder Besucher passend zu seinem Geschlecht zu Beginn eine Rollenkarte zieht. Mit dieser Rollenkarte, die mit einem QR-Code ausgestattet ist, kann

sich der Besucher in das Leben eines afrikanischen Menschen hineinversetzen, der in seinem Heimatland Kongo zur Flucht gedrängt wird. Durch seine gewählte Rollenkarte erlebt also jeder Besucher die Ausstellung mit ihren Hör- und Spielstationen ein wenig individueller.

Schulsozialarbeiterin Anne Stroetmann, die für die Organisation der Aktion zuständig war, zog ein positives Fazit: „Den Schülerinnen und Schülern hat die Ausstellung gut gefallen.“ Und Herr Lange ergänzt: „Viele jüngere Schüler wollten auch in den Truck. Da die Fluchtthematik aktuell bleibt, könnte es sein, dass der Truck in ein oder zwei Jahren wieder Station an der Gesamtschule macht.“