Gesamtschule Gescher vernetzt sich

300 Schulen nehmen am Programm „LiGa“ (Lernen im Ganztag) teil

Gescher. „Die Teilnahme an diesem Projekt wird für die Entwicklung unserer Schule sehr wichtig sein“, so beurteilt Bernhard Manemann-Kallabis, Schulleiter der Gesamtschule Gescher, die Teilnahme am Projekt „LiGa“. „LiGa“ steht für „Lernen im Ganztag“ und ist eine Initiative der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und der Mercator Stiftung. Es ist ein Programm für Ganztagsschulen, die ihre Qualität weiterentwickeln und neue Ansätze für individualisiertes Lernen erproben möchten.

 

In dem Programm werden rund 300 Schulen aus fünf Bundesländern dabei unterstützt, ihr Potenzial zu entfalten. Neben Nordrhein-Westfalen stehen als teilnehmende Bundesländer schon Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt fest. Die Gesamtschule Gescher bildet mit weiteren 15 Schulen aus dem Münsterland eines von drei Netzwerken im Regierungsbezirk Münster. Manemann-Kallabis erwartet: „Durch den Austausch können wir unsere guten Konzepte anderen Schulen vorstellen und gleichzeitig neue Impulse aufnehmen.“

 

Voller Vorfreude und positiver Erwartungen machten sich drei Lehrkräfte der Gesamtschule Gescher auf den Weg zur Auftaktveranstaltung in der Gelsenkirchener Gesamtschule Berger Feld. NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann hob in ihrer Rede hervor, dass Schule mehr sei als ein Ort zum Lernen und freute sich über die Bereicherung der Schulentwicklungsarbeit. Die Schüler der Gesamtschule Berger Feld zeigten im Rahmenprogramm sehr deutlich, wie im Ganztag die Präsentation eines Musicals wunderbar gelingen kann.

Die Gescheraner Delegation kam hoch motiviert und mit vielen neuen Ideen wieder und wird diese nun den verschiedenen Schulgremien vorstellen, denn die Partizipation von Schülerinnen und Schülern sowie Eltern spielt an der Gesamtschule Gescher eine wichtige Rolle.

 

Um die Qualität an den Ganztagsschulen zu verbessern, arbeiten Schulleitungen und Schulaufsicht eng zusammen. Gut beraten und begleitet entwickelt jede Schule passende Konzepte für das Lernen im Ganztag. Die Pädagoginnen und Pädagogen setzen im Unterricht und in den Ganztagsangeboten konkrete Ansätze für individualisiertes Lernen um. Das Programm bietet für diesen Prozess Unterstützung und Qualifizierungen und dient als Plattform für Austausch und Vernetzung.

 

Die Kooperation mit Landesministerien, Bildungsverwaltung und Fachpartnern trägt dazu bei, die Unterstützungsangebote zu verstetigen und Erkenntnisse langfristig im Bildungssystem zu verankern. Durch die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis kann Wissen zur Qualitätsentwicklung an Ganztagsschulen gewonnen und auch an andere Bundesländer weitergegeben werden. Länderübergreifende Veranstaltungen unterstützen den Transfer.

 

Das Programm hat eine Laufzeit von viereinhalb Jahren und endet im Dezember 2019. Mit Beginn dieses Schuljahres starten die ausgewählten Schulen in die sogenannte Praxisphase des Programms.

 

Lernen im Ganztag: Schulleiter Bernhard Manemann-Kallabis präsentiert zusammen mit den Lehrerinnen Kerstin Heinkele (Mitte) und Elke Rohling das "LiGa"-Schild.
Lernen im Ganztag: Schulleiter Bernhard Manemann-Kallabis präsentiert zusammen mit den Lehrerinnen Kerstin Heinkele (Mitte) und Elke Rohling das "LiGa"-Schild.